06. Mai 2010
Die L 370 zwischen Rehburg und Husum hat es beim Wettbewerb der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag auf Platz 3 der Kategorie „Landesstraßen im ländlichen Raum“ geschafft.
Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hatte Ende Oktober 2009 den Wettbewerb „Schlechteste Landesstraße in Niedersachsen“ gestartet. Am Mittwoch, 5. Mai 2010, fand nun die „Preis“verleihung statt. Ziel des Wettbewerbs war es, den schlechten Zustand der niedersächsischen Landesstraßen zu dokumentieren und die Landesregierung zu einem verstärkten Mitteleinsatz zu zwingen, damit Landesvermögen gesichert wird. Ausgezeichnet wurden Landesstraßen in drei Kategorien: Ortsdurchfahrten, Landstraßen und „Straßen in einer besonderen Situation“.
SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner bei der Preisverleihung:
Meine Damen und Herren!
Niedersachsen verwendet in seiner Imagewerbung den Slogan „Es stimmt nicht, dass bei uns abends die Bürgersteige hochgeklappt werden - aber die Technologie dafür hätten wir.“ In Anlehnung daran darf die SPD-Fraktion getrost feststellen: „Es stimmt nicht, dass wir die besten Straßen haben - aber das Konzept, wie sie es werden - das haben wir.“ Denn der Wettbewerb „Schlechteste Landesstraße in Niedersachsen“ machte auf eine Problemlage aufmerksam, die einen dringenden und gezielten Handlungsbedarf erfordert.
Wir kommen nun zur Kategorie von Landesstraßen im ländlichen Raum. Hier haben wir die L 46 bei Ringe-Twist, die L 171 bei Schneverdingen, die L 370 bei Rehburg, und die L 873 bei Visbek in die Endauswahl genommen. (…)
Wir kommen nun in dieser Kategorie zur 370 bei Rehburg. Sie ist in der Vergangenheit zwar an zahlreichen Stellen offenkundig sachgerecht repariert worden, weist jedoch noch immer an mehreren Stellen erhebliche Fahrbahnabsenkungen auf, die an gewisse physikalische Effekte des Achterbahnfahrens erinnern. Wegen des moorigen Untergrunds wäre eine Sanierung hier wohl sehr aufwändig, müsste aber zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit dringend ins Auge gefasst werden. Nur 400.000 Euro wären notwendig, um dieses Problem zu beseitigen. Auch in der anschließenden Ortsdurchfahrt böte sich die Gelegenheit, durch professionelles Reparieren weitere Schäden abzuwenden.
(Auszug aus dem Bericht der Jury vom 30.04.2010)
Die Preisträger, also die Vertreter der betroffenen Kommunen, erhielten jeweils eine als Verkehrsschild gestaltete Urkunde. Allen Nominierten wurden symbolische Schecks („Besserungsscheine“) über die jeweils benötigte Sanierungssumme überreicht, „einzulösen beim niedersächsischen Wirtschaftsminister.“
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